Von A nach B, von B nach C, von Familie zu Familie, von Stadt zu Stadt, einmal durch Japan

Wer sein Ziel kennt, findet seinen Weg. [Laotse]

Montag, 14. November 2016

Neue Wege

Konbanwa meine lieben Leser.

Bitte entschuldigt die lange Funkstille, hier auf dem Blog. Es ist einiges Seit meinem letzten Eintrag passiert und ich verspreche euch, in den nächsten Tagen und Wochen das aufzuholen und die Bilder zu zeigen, welche ich zwischen Mai und Jetzt gemacht habe und zu berichten, was alles so passiert ist.

Hier erstmal ein kleiner Überblick, worauf ihr euch in den nächsten Wochen freuen dürft:

1. Ich vervollständige die restlichen Japan Post's bis zum 16. Juni, dem Tag meiner Rückreise.

2. Ich plaudere etwas aus dem Nähkästchen und erzähle, wie es bei mir im Moment Privat aussieht und was sich in den letzten 4 Monaten verändert hat.

3. Ich weihe euch in in meine Pläne, plaudere vom Studium und mache neugierig auf weitere Reisen.

Ich hoffe, ich schaffe es neben der Uni diesen Blog am Leben zu halten und euch immer wieder Dinge zu präsentieren, damit ihr nicht den Spaß am lesen verliert. :)

Zum Abschluss noch ein paar Bilder und im gleichen Zug ein kleiner Vorgeschmack auf einen der kommenden Beiträge.
























Dienstag, 10. Mai 2016

Kiri no sato Takahara - Top of the mountain

Das kleine Häuschen hier ist mein Zimmer.
Nachdem die letzten zwei Wochen Entspannung und Zeit für mich boten, ist es nun wieder soweit zu arbeiten. Meine vorletzte WWOOFing Station befindet sich auf einem der bekanntesten Pilgerwege Japans, dem Kumano Kodo, welchen ich auch noch laufen werde. 
Im Hotel "Kirinosato Takahara", in der Nähe von Tanabe,  können die Pilger sich mit warmen Mahlzeiten stärken und eine oder mehrere Nächte bleiben. Mein Gastgeber und WWOOFing Host, ist der Inhaber dieses wundervollen Gebäudes. Fast alle Mitarbeiter können ein wenig englisch, was die Kommunikation vereinfacht. Doch ich versuche größtenteils japanisch zu sprechen. Denn dafür bin ich ja hier!
Ich arbeite hier 7 Stunden am Tag. Diese setzen sich zusammen aus einer kurzen Morgenschicht, meistens von 8 bis 12 Uhr oder von 12-14 Uhr, in der ich helfe, die Zimmer zu reinigen und für die nächsten Gäste herzurichten oder mich mit um das Mittagessen kümmere. Die zweite Schicht geht von 17-21 Uhr. Hier helfe ich beim Zubereiten, Servieren und Abwaschen des Abendessens. Ab 23 Uhr stehen die Bäder hier den Mitarbeitern zur Verfügung, was eine wundervoll erholsame Zeit bedeutet.
Bilder vom Innenleben des Gebäudes habe ich diesmal nicht gemacht, da diese auf der Website des Hotels zu finden sind: http://takahara.j-888.com/ (Die Seite ist leider nur auf japanisch, also klickt euch einfach mal durch)
Hier noch die englische Version: http://kirinosato-takahara.com/english.html
Damit ihr wisst wo ich wohne: https://www.youtube.com/watch?v=qLR22ua-p0I
Hier noch ein kleines Video von der Inneneinrichtung des Hotels: https://www.youtube.com/watch?v=tMcl5YVYgZ4&spfreload=10



Doch ich bin nicht nur im Hotel unterwegs. Die Umgebung hier ist einfach wunderschön und lädt dazu ein, sie zu entdecken. Der Pilgerpfad "Kumano Kodo" gehört zum Unesco Weltkulturerbe und hat somit einiges an altehrwürdiger Natur zu bieten. Um den Schrein, hier in der Nähe des Hotels, stehen drei riesige, alte Bäume. Laut den Aufzeichnungen sind diese über 150 Jahre alt! Sie trotzten Erdbeben, Taifunen und anderen Naturgewalten und stehen noch heute, fest verwurzelt an ihrem Platz.


Doch nun nochmal etwas mehr zu meiner Arbeit. Ihr habt euch bestimmt gewundert, warum von mir in letzter Zeit so wenig kommt. Das liegt daran, dass in Japan gerade die Golden Week ist. In dieser ganz speziellen Woche fallen auf Dienstag, Mittwoch und Donnnerstag, drei Feiertage. IN dieser Zeit nehmen die meisten Japaner den Montag und Freitag als Urlaubstage. Das heißt zusammengefasst: 
GANZ Japan fährt in dieser einen Woche in den Urlaub! 
(Ja, das funktioniert!)
Das bedeutet jedoch für uns, eine Woche lang, doppelt so viel Arbeit und doppelt so viele Menschen, welche versorgt werden wollen. Für Hotelbesitzer und ihre Mitarbeiter ist es eine harte Testphase, ob alles so läuft wie es sollte. Doch es macht auch Spaß. Denn dadurch haben auch wir WWOOFer die Chance uns zu beweisen. Wir können zeigen, welche sprachlichen Fähigkeiten wir besitzen, in dem wir Bestellungen aufnehmen, weitergeben oder das Servierte erklären und benennen, also annoncieren. Es ist erfüllend, auch mal auf der Bildfläche zu stehen und nicht nur in der Küche im Hintergrund zu arbeiten. 



Doch ein arbeitender Mensch soll auch entspannen, von Zeit zu Zeit. Dies ist mir ab 23 Uhr am Abend vergönnt. Ich kann die Bäder des Hotels nutzen, was wirklich Luxus ist, wie ihr auf den Fotos sehen könnt und wir WWOOFer bekommen ebenfalls allerleckerstes Essen. Klar, ich arbeite hier voll, 7 Stunden am Tag und bin abends dementsprechend müde, doch es macht mir wirklich Spaß hier zu arbeiten.

Im nächsten Blogeintrag wird es um meine zweitägige Pilgertour auf dem "Kumano Kodo" gehen.
Ich hoffe, dass ich euch davon berichten kann und nicht vorher von irgendwelchen, wilden Bären aufgefressen werde, da ich mit dem Zelt in den Japanischen Bergen unterwegs bin.

 Bleibt neugierig, gehabt euch wohl und viel Spaß beim Lesen. 


Montag, 25. April 2016

Von Wakayama nach Tanabe - vorletzte WWOOFing Station

Seit 8 Monaten bin ich inzwischen in Japan und kann auf viele wunderbare, stärkende und ereignisreiche Tage zurückschauen. An dieser Stelle für euch ein kleines Reiseupdate, da für mich ja langsam der Rückweg anbricht.

  • 28.04.-15.05. Tanabe
  • 16.05.-18.05. Osaka
  • 18.05.-19-05. Nara
  • 19.05.-20.05. Okazaki
  • 20.05.-21.05. Toyohashi
  • 21.05.-24.05. Yugawara
  • 24.05.-31.05. Tokyo
  • 31.05.-15.06. Takeoka
  • 16.06.2016 zurück nach Deutschland
Und wo wir gerade bei einem Update sind, möchte ich euch zeigen, wie sehr ein Land einen Menschen verändern kann. Das erste Bild habe ich einen Tag nach meiner Ankunft in Tokyo gemacht. Das zweite wurde im November gemacht und das letzte, ganz rechts, erst vor ein paar Tagen. Doch nicht nur äußerlich habe ich mich verändert. Doch das jetzt hier nieder zu schreiben, würde zu weit führen. Lasst euch überraschen, wenn ich in Deutschland wieder vor euch stehe.


Doch nun möchte ich euch die zwei Städte noch etwas genauer vorstellen, in welchen ich mich die letzten Tage aufgehalten habe. 

Wakayama

Bei diesigem und regnerischem Wetter verließ ich Tokushima und machte mich auf nach Wakayama. Eine schöne, nicht ganz so kleine Stadt unterhalb von Osaka. Die einzige Sehenswürdigkeit, welche ich mir hier angeschaut habe, war die Burg. Doch diese und der Garten von dem sie umgeben ist, haben mich in ihren Bann gezogen. 



Doch Wakayama ist nicht nur Stadt. Da sie direkt am Meer liegt, gibt es hier einige Parkanlagen mit Badestrand. Das Wasser hatte schon eine sehr angenehme Temperatur, doch mit Baden war hier noch nicht viel. Dafür widmete ich mich dem Fotos machen.


Tanabe

Nach zwei schönen Tagen in Wakayama, ging es für mich weiter die Küste entlang, nach Tanabe. Ein kleiner Ort mit viel Küste, Strand und Wasser! Heute bin ich die Straße am Meer entlang gewandert und wurde, mal wieder, von der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt beeindruckt. 
Morgen möchte ich Tanabe in die andere Richtung erkunden, bevor es für mich übermorgen zu meinem nächsten WWOOFing Ort geht. 



Mittwoch, 20. April 2016

Tokushima - endlich wieder am Meer!!


Da meine letzten Tage doch eher Sommerferien als allem anderen glichen, hier mal ein paar Berichte der letzten Tage.  
Die Temperaturen hier in Japan, gleichen deutschem Hochsommer!! Dabei haben wir hier gerade mal Ende April. Die Sonne steht extrem hoch und brennt erbarmungslos vom Himmel, so dass ich mir schon mehr als einmal einen Sonnenbrand geholt habe. 
Im Moment bin ich nicht bei einer Familie, sondern reise so von Hostel zu Hostel. Es ist schön, einfach mal in den "Ich genieße jetzt"-Modus zu schalten und mal nicht zu arbeiten. 
Am 15.04. brachten wir meine Mutti zum Bus und sie flog wieder nach Deutschland. Ich bin ihr sehr, sehr dankbar, dass sie diese lange Reise auf sich genommen hat! Es waren wundervolle drei Wochen, welche ich sehr genossen habe! Danke Mama! 
Am 17.04. ging es dann auch für mich weiter. Ein paar Tage vorher, hatte ich meinem neuen Host geschrieben, wann ich wo ankommen würde, doch es kam bis heute keine Rückmeldung. Also entschied ich für mich, jetzt erst einmal zwei Wochen mein Ding zu machen. Japan genießen, Rad fahren, am Strand liegen, einfach mal zur Ruhe kommen. Und ich muss sagen, bis jetzt klappt das wunderbar! 




Durch Glück und langes Suchen, fand ich ein sehr gutes AirBnB in Tokushima. Es ist eine Art Hostel, nur wesentlich kleiner und im Privatbetrieb. Von hier aus wurde von mir die Stadt und ihre Umgebung erkundet. 


Mein erstes Ziel war es, nach Naruto zu fahren und mir dort die Wasserstrudel anzuschauen, welche bei den Tidenwechseln entstehen. Ein absolut abgefahrenes Naturschauspiel! 


Doch nicht nur die Strudel waren faszinierend. Auch die Landschaft, welche sich rund um die Brücke erstreckt, ist einfach wunderschön. Das Meer ist klar, blau und überhaupt nicht kalt. Überall strahlende Farben und eine Tierwelt, welche mich staunen lies. 




Auf dem Rückweg wurde ich auf der rechten Seite von der untergehenden Sonne und auf der linken Seite vom aufgehenden Mond begleitet. Die rote Sonne verlieh dem Mond einen warmen Grauton und ermöglichte es mir, ein wundervolles Foto zu machen.


Heute startete ich meine zweite Radtour. Erst ging es 270m hinauf, auf den Mt. Bisan. Der Blick, welchen ich von hier aus über Tokushima hatte, war einfach wundervoll! 
Nachdem ich den Weg nach unten wieder gefunden hatte, fuhr ich noch an der Küste entlang und beendete meine Tour mit ein paar schönen Wellenbildern. 
Morgen geht es für mich weiter nach Wakayama, wo ich ebenfalls drei Nächte in einem Hostel übernachte.